Berichte
17.10.2016, 22:53 Uhr
JBBL: Ein verschenktes Spiel
Der Saisonstart verlief für die JBBL-Vertretung der ART Giants Düsseldorf alles andere als nach Plan. Verdient mussten sie sich den Bayer Giants Leverkusen mit 62-73 geschlagen geben und blieben dabei deutlich unter ihren eigenen Möglichkeiten.
Schon der Beginn in die Partie war für die Landeshauptstädter nicht zufriedenstellend. Trotz 10-5 Führung fanden die Jung-Giganten keine guten Ausstiege aus ihrer Offensive, versuchten zu oft schnell abzuschließen und kamen lediglich aufgrund zahlreicher Leverkusener Fouls immer wieder an die Freiwurflinie. Dabei war es insbesondere auch das Umschalten von der Defensive in die Offensive, welches Headcoach Jonas Jönke und Assistent Chris Schwab Koopfschmerzen bereitete. Zu behäbig gingen die Jung-Giganten vor, mussten sich immer wieder gegen eine gut stehende Leverkusener Verteidigung behaupten und versuchten es dort zunehmends auf eigene Faust. Nichtsdestotrotz hielten die Düsseldorfer nach zehn gespielten Minuten einen knappen 12-11 Vorsprung inne.

Auch im zweiten Viertel änderte sich am Bild nicht viel. Insbesondere in der Defensive agierten die Düsseldorfer jetzt jedoch nachlässiger und wussten sich in der Folge häufig nur mit Fouls zu helfen. Da man nun zumindest in der Halbfeldoffensive geduldiger und uneigennütziger agierte, konnte man den minimalen Vorsprung bis zur Pause behaupten.

Aus dieser heraus erwischten dann die Leverkusener den besseren Start, konnten sich schnell absetzen und bis zum Viertelende einen 12-Punkte-Vorsprung herausspielen (41-53). Während die Hausherren wie schon in der ersten Hälfte aggressiver, wacher und mannschaftlich geschlossener wirkten, zeigten die ART Giants vor allem in der Defensive erhebliche Defizite.

Im Schlussabschnitt wurde die taktische Marschroute geändert, sodass die Landeshauptstädter gezwungen waren, aggressiver zu agieren und es zeigte Früchte. Da nun auch die Bewegungsabläufe in der Offensive flüssiger verliefen und der Ball gut bewegt wurde, schlossen die Giants bis auf 60-65 auf. Doch anstatt die nun erfolgreiche Spielweise fortzusetzen, besinnten die Akteure sich vermehrt auf Einzelaktionen, sodass Leverkusen am Ende verdient mit 62-73 als Sieger vom Platz ging.

Die Coaches: "Der Sieg für Leverkusen ist völlig verdient. Sie waren von Beginn an sehr präsent und bereit, alles zu investieren, um das Spiel zu gewinnen. Wir waren lethargisch und haben in der ersten Hälfte davon profitiert, dass der Gegner nicht gut getroffen hat. Für uns war die Partie hoffentlich ein Weckruf, sodass wir in der kommenden Woche von Beginn an bereit sind."